Di 10
April 2018
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Open Minds - Music from Northern Europe
Jazzwerkstatt mit The Thing, John Butcher u.a.
Jazz nennen wir Musik, die sehr unterschiedlich klingt und anmutet seit etwa 100 Jahren. In Europa ging eine sich vom amerikanischen Vorbild emanzipierende Jazzmusik auch unterschiedliche Wege. In Skandinavien, Deutschland (zunächst in beiden Teilen), den Niederlanden und im Vereinigten Königreich entschied man sich für einen lauten, freien Stil, auch Free Jazz genannt. Die Protagonisten Peter Brötzmann, Peter Kowald, John Surman, William Breuker, Tony Oxley und viele mehr agierten international und länderübergreifend. Der Fokus dieser Spielweise war jedoch nördlich der Alpen. “The Thing” ist ein norwegisch-schwedisches Jazz-Trio bestehend aus Mats Gustafsson, Ingebrigt Haker- Flaten und Paal Nilssen-Love, das im Februar 2002 gegründet wurde. Mats Gustafsson hat mit Brötzmann gespielt, unverkennbar. Das Trio führt die Musik von Full Blast mit Brötzmann, Pliakas und Wertmüller fort. Ihr Repertoire besteht aus deutschen, britischen und amerikanischen Traditionen der freien Musik. Die Gruppe ist das einzige freie Jazz-Ensemble, das heute arbeitet und Bühnenuniformen trägt. Sie tragen verkleidete T-Shirts von Ruby's Barbecue Restaurant in Austin, Texas. Im Juni 2012 veröffentlichten sie ihr neues  Album „The Cherry Thing“. John Butcher ist ein englischer Tenor- und Sopransaxophonist, der mit konventionellem Jazz begann, aber schnell zu einem freieren Zugang wechselte. Er spielt den typischen englischen Jazz in zweiter Generation. In jüngerer Zeit ist er zentral in seltener, minimalistischer Improvisation involviert, die als "electroacoustic improvisation" oder "lowercase" bezeichnet wird, vor allem als Mitglied der österreichischen Gruppe Polwechsel. 2011 erhielt er einen Paul Hamlyn Foundation Award for Artists. Wilbert de Joode ist ein niederländischer Jazzbassist, Autodidakt und typischer Vertreter der holländischen Szene. Seit 1982 spielt er Kontrabass, wurde Mitglied des Trios von Ab Baars und arbeitete mit vielen weiteren Formationen zusammen, die im Jazz-Rahmen improvisierten. Viele Musiker fühlten sich bald zu seinem eigenwilligen Stil hingezogen. Er gibt Konzerte als Solist und im Duo mit Tobias Delius und wirkt an verschiedenen Tanzprojekten mit. De Joode ist derzeit einer der aktivsten Bassisten der europäischen Improvisationsmusik Martin Blume  ist ein professioneller Musiker im Bereich des Jazz, der Improvisationsmusik und der Neuen Musik. Seit 1983 arbeitet er als Performer, Komponist,  Kollaborateur als auch als Leiter eigener Gruppen. Blume ist mit eigenen Projekten in vielen europäischen Ländern, den USA, Kanada und Australien aufgetreten und hat Alben eingespielt. Daneben engagiert er sich als Organisator von Konzertreihen und Festivals zeitgenössischer Improvisationsmusik im Ruhrgebiet, wie dem Ruhr Jazz Festival und Open Systems. Bei ihm hört man das Vorbild Oxley, ohne jeden Versuch ihn zu imitieren. Beide Trios sind sehr unterschiedlich, doch im Geiste nordeuropäisch. Die legendäre jazzwerkstatt Peitz war ein Internationales Festival und Aushängeschild der Free-Jazz-Szene von 1973 bis 1982, zu deren Konzerten teilweise mehr als 3000 Menschen aus der gesamten DDR gekommen sind. Die Jazzwerkstatt steht für zeitgenössische Musik, die durch internationale Interpreten dargeboten wird. Seit 2011 wird die Reihe jährlich mit einem Festival und verschiedenen Konzerten fortgesetzt. 2017 jährte sich das Bestehen der „jazzwerkstatt Berlin/Brandenburg“ zum zehnten Mal und wurde von Konzertveranstalter, Musikproduzent und Buchautor Ulli Blobel mit allerhand Konzerten gefeiert. Auch in diesem Jahr macht die jazzwerkstatt wieder mit exzellenten Veranstaltungen in der Kulturbrauerei Halt.   Gefördert vom MUSIKFOND.
Open Minds - Music from Northern Europe<br><small>Jazzwerkstatt mit The Thing, John Butcher u.a.</small>
Do 12
April 2018
20:00
Lesung
Kesselhaus
Claudia Tieschky liest „Engele“
im Rahmen von Literatur LIVE
Vom Rausch der Freiheit und den Abgründen des Glücks. Claudia Tieschkys fesselndes Romandebüt «Ich erzähle dir ihre Geschichte, sagt sie. Sie spürt den Wunsch nach Gefühllosigkeit, nach Brutalität. Sie wird es so berichten, wie es war.» – In größeren Abständen trifft Lotte ihren Liebhaber. Aus einer Laune heraus beginnt sie eines Tages, ihm von ihrer Großmutter zu erzählen. Sie gerät in eine Erinnerung, die sie lange vor sich selber verborgen hat. Ruth benahm sich in Lottes Kindheit oft exzentrisch und rätselhaft, sie war eine dominante, überschäumend lebenslustige, dann wieder harte Frau. Vor dem Krieg arbeitete Ruth als Krankenschwester in Berlin, sie war emanzipiert und hatte Affären. Es folgt das Familienglück mit dem charismatischen Musiker Siegfried in der süddeutschen Kleinstadt, das in den Fünfzigern jäh zerbricht. Siegfried muss ins Gefängnis – ein Sittlichkeitsdelikt, über das Lotte nie Genaues erfährt. Für Ruth ändert sich alles: Mit kalter Kraft bringt sie ihre Kinder durch, erlebt ihr kleines Wirtschaftswunder, sucht Eskapaden … während Lotte erzählt, begreift sie Ruth immer besser – auch ihre distanzierte Mutter und ihr eigenes Leben, ihre unsteten Lieben. Ein offenes Geheimnis und nebenher ein deutsches Sittenbild, von drei Frauen und verblüffenden Freiheiten. Inspiriert von ihrer eigenen Familiengeschichte, erzählt Claudia Tieschky in ihrem Roman dicht, fesselnd und poetisch von einem unbekannten Deutschland. Claudia Tieschky, geboren 1968 in Augsburg, studierte Germanistik und Geschichte und ist seit 2003 Medienredakteurin der «Süddeutschen Zeitung». 2016 wurde sie mit dem Bert-Donnepp-Preis, dem Deutschen Preis für Medienpublizistik, ausgezeichnet. Claudia Tieschky lebt in München, «Engele» ist ihr erster Roman.
<small>Claudia Tieschky liest Engele</small><br><small><small>im Rahmen von Literatur LIVE</small></small>
Di 17
April 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
NF Der 26-jährige MC Nathan John Feuerstein, besser bekannt unter seinem Kürzel NF, ist die frischeste Stimme des US-Rap. Sein Weg an die Spitze der Charts war kein leichter, doch seit Veröffentlichung seines dritten Albums „Perception“ im Oktober dieses Jahres entwickelt sich der aus Michigan stammende MC zum MVP des Genres. Von diesem Album, das weltweit auf den vordersten Plätzen chartete, stammt auch die aktuelle Single „Let You Down“, die von Australien über Nordamerika bis nach Europa der Hit der Stunde ist. Mit diesen Erfolgen wird NF als einer der kommenden Megastars des Genres gefeiert. Zwischen dem 16. und 27. April kommt NF für vier Konzerte in Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln nach Deutschland.  In eine desolate Familie hinein geboren,baute NF bereits als Teenager am Homecomputer im Kinderzimmer erste Tracks. 2010 veröffentlichte er dann in Eigenregie unter seinem bürgerlichen Namen sein erstes Album „Moments“, das aber über Subkulturkreise hinaus kaum Beachtung fand. Es dauerte vier weitere Jahre, bis NF tatsächlich seinen ersten Plattenvertrag unterschreiben sollte, der 2015 in sein offizielles Debütalbum „Mansion“ mündete, mit dem er es bis in die US-amerikanischen Top 10 schaffte. Gut ein Jahr später folgte mit „Therapy Session“, Album Nummer 2, mit dem er erneut charten konnte und mit Songs wie „Intro 2“, „I Just Wanna Know“ und „Real“ erste Single-Hits abwarf. Nun greift NF mit seinem dritten Album, das in den USA direkt auf die Eins der Albumcharts schoss, auch international an. Das auf sehr intime Weise seine eigene schwierige Vergangenheit verarbeitende „Perception“, im Oktober erschienen, klettert derzeit in immer mehr Ländern in die Charts, die Single-Auskopplung „Let You Down“ avanciert zu einem globalen Hit. 
NF
Mi 18
April 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
AWOLNATION
Here Come The Runts Tour
AWOLNATION: Könige des Pop-Crossover Aaron Bruno, der Macher hinter AWOLNATION, kennt in seiner Musiksozialisation keine Barrieren. Scheinbar mühelos surfte der clevere Komponist und Sänger auf bislang zwei Alben durch Funk, Soul, Hip-Hop, Pop und Rock, vermischt seinen Sound mit Punk sowie Elektronikmusik und verbindet die Elemente zu tanzbaren Zeitgeistmelodien. In den USA und Kanada stießen AWOLNATION mit ihrem Debütalbum „Megalithic Symphony“ auf Anhieb auf große Begeisterung und wurden mehrfach mit Platin ausgezeichnet. Und auch das zweite Album „Run“ avancierte 2015 zu einem weltweiten Erfolg.  Nach umjubelten Welttourneen zog sich Aaron Bruno in diesem Jahr in sein Studio in den kalifornischen Bergen zurück, um die Idee AWOLNATION mit neuem Inhalt zu füllen: Das Anfang 2018 erscheinende, derzeit noch unbetitelte dritte Album steht nun ganz im Geiste großer Rock- und Pop-Heroen der vergangenen vier Jahrzehnte und weist deutlich weniger Elektronik auf als die beiden Vorgänger. Nach Erscheinen des Albums werden AWOLNATION auf Welttournee gehen, in deren Rahmen sie zwischen dem 7. und 19. April auch vier Deutschland-Shows in Frankfurt, München, Berlin und Hamburg spielen werden. Aaron Bruno schert sich nicht um Szenen und Subkulturen. Er fühlt sich ausschließlich seiner Arbeit und ihrer individuellen Ästhetik verpflichtet. Auf diese Weise kreiert er einen Sound, der das Crossover-Potenzial von Künstlern wie Beastie Boys, The Streets oder Beck in die Neuzeit hebt. Sein Soloprojekt AWOLNATION steht nach eigener Aussage „für eine Flucht aus dem Alltag oder eine Feier der Liebe und des Glücks, eine musikalische Droge“ – so soll man das Ergebnis seines spannenden Stil-Grenzgangs verstehen. Bevor Aaron Bruno AWOLNATION ins Leben rief, war er Eingeweihten bereits als Kopf der Independent-Formationen Hometown Hero und Under The Influence Of Giants ein Begriff. Doch als letztere zum Sprung in größere Höhen ansetzen wollten, brach die Krise über die Musikindustrie ein und sie verloren ihren Plattenvertrag. Die folgenden Jahre verbrachte Bruno in künstlerischer Isolation. Sein nächstes Vorhaben sollte seine Motivation und seine Überzeugungen unmissverständlicher und direkter ausdrücken als alles, was er bislang gemacht hatte. Der Einstieg des Getränkeherstellers Red Bull in den amerikanischen Musikmarkt verhalf ihm zu diesem Schritt. Das Unternehmen gründete eine Plattenfirma mit eigenem Studiokomplex in Kalifornien und lud Bruno ein, dort ohne jeden Druck an seiner Vision von zeitgemäßer Pop- und Clubmusik zu arbeiten. Gemeinsam mit dem Gitarristen Jimmy Messer komponierte und produzierte er dort Anfang 2010 jene überbordenden, kreativen Songs, die im März 2011 als Album mit dem Titel „Megalithic Symphony“ erschienen. Sowohl das Album als auch die erste Singleauskopplung „Sail“ gerieten zum Haupttreffer. „Megalithic Symphony“ eroberte die Spitzenposition der Billboard New Alternative Charts, „Sail“ erreichte Platz 5 der Alternative Radio Charts und verkaufte sich weltweit bislang mehr als 5,5 Millionen Mal. Auch die zweite Single „Not Your Fault“ entwickelte sich zum Hit und stieg auf Platz 3 der US-amerikanischen Alternative Radio Charts. Tourneen mit Weezer und MGMT, ausverkaufte Headliner-Tourneen durch die USA sowie auch das zweite Album „Run“ bestätigten diesen Erfolg. Mit diesem zweiten Album kamen AWOLNATION auch in Europa endgültig im Radio und in den Herzen der Fans an. Aus den vielen Live-Erfahrungen mit seiner Begleitband – bestehend aus Zach Irons(Gitarre), Daniel Saslow (Keyboards), Marc Walloch (Bass, Gitarre) und Isaac Carpenter (Drums) – entstand bei Aaron Bruno der Wunsch, für das dritte Album weniger Elektronik und mehr Live-Instrumente einzusetzen. Das noch unbetitelte Werk sei, so Bruno, als eine Hommage an die souveräne, kunstvolle Rock- und Popmusik der letzten Jahrzehnte zu verstehen und damit an viele Helden seiner Jugend wie, Bruce Springsteen, The Cars oder Tom Petty.
AWOLNATION<br><small>Here Come The Runts Tour</small>
Di 24
April 2018
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Allen Frances - Amerika auf der Couch (Buchpremiere)
Buchpremiere
Im Rahmen von Literatur LIVE
„Amerika auf der Couch“ - Ein Psychiater analysiert das Trump-Zeitalter Sind wir am Ende der Aufklärung? »Einer der bedeutendsten Psychiater« (NEW YORK TIMES) kommt nach Berlin. Allen Frances analysiert die amerikanische Nation und betrachtet den Aufstieg von Donald J. Trump als symptomatisch für eine tiefere gesellschaftliche Notlage, die verstanden werden muss, wenn wir weltweit dem Wiedererstarken irrationaler Tendenzen Einhalt gebieten wollen. Frances’ Antwort: Trump mag krank sein, die USA aber sind es ganz gewiss. Und deshalb legt Frances, einer der profiliertesten Psychiater weltweit, in diesem fundamentalen Buch zur politischen Lage nicht Trump auf die Couch, sondern die Nation, die ihn gewählt hat. Und wer könnte dies besser als der Psychiater, der die Kriterien für eine narzisstische Persönlichkeitsstörung definiert hat. Mit den Mitteln des Therapeuten und Verhaltensforschers analysiert er, warum heute so viele dem Nationalwahn, dem Dissozialen und Selbstbetrug erlegen sind. Gleichzeitig will Allen Frances Wege aufzeigen, wie man Gier und Eigennutz überwinden und zur Kooperation und Kontrolle innerer Impulse finden kann. Denn er sieht Trump als ein auf die Spitze getriebenes Anzeichen einer Krankheit, die die Menschheit zerstören kann. Klimawandel, ausbeuterische Globalisierung, ein Kreislauf aus wirtschaftlichem Wachstum und Kollaps: Allen Frances plädiert dafür, endlich erwachsen zu werden.   ALLEN FRANCES ist emeritierter Professor für Psychiatrie und Verhaltensforschung und lehrte an der Duke University. Er ist einer der profiliertesten Psychiater weltweit. Als Koautor war er an der Entwicklung der psychiatrischen Standardwerke ›DSM 3‹ und ›DSM 4‹ maßgeblich beteiligt. Neben Fachartikeln veröffentlicht er u. a. in The Los Angeles Times, The New York Times, The Huffington Post und Pathology Today und ist ein international gefragter Redner. Er lebt in Coronado, Kalifornien.
<small>Allen Frances - Amerika auf der Couch (Buchpremiere)</small><br><small><small>Buchpremiere<br>Im Rahmen von Literatur LIVE</small></small>
Do 26
April 2018
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Brother Dege and The Brotherhood of Blues
Support: Bubba Ho-Tep
Der Grammy-nominierte Brother Dege Legg ("Too Old to Die Young" von Django Unchained Soundtrack) ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse in Louisiana; ein Musiker, Schriftsteller, Künstler und individualistischer Charakter, der im tiefen Süden geboren und aufgewachsen ist. Wie ein geächteter Zigeuner reist er mit Gelegenheitsjobs durch das Land und untergräbt das südkonservative Klischee durch seinen offenen  Lebensstil, der großen Materialismus, Gier und Bigotterie vermeidet. Seit Mitte der 90er Jahre experimentiert Brother Dege mit Slidegitarren und Dobros, um seine eigene, äußerst originelle Marke "psyouthern" Roots Music zu schmieden - ein selbst erfundener Stil, der Folk, Hard Rock, Country, Post-Punk und Southern Gothicismus miteinander verbindet mit der emotionalen Kraft von Delta Blues und exquisitem Song-Handwerk. Diese Verschmelzung ist wirklich einmalig und widersetzt sich der Kategorisierung des Genres. Im Jahr 2012 hat der berühmte Regisseur Quentin Tarantino persönlich den Song "Too Old to Die Young" von Brother Dege ausgesucht, der im Film und Soundtrack zu Django Unchained eine herausragende Rolle spielt. Das Lied ist mittlerweile zu einem Underground-Klassiker geworden, der immer wieder auf Jukeboxen und in Bars auf allen sieben Kontinenten gespielt wird. Darüber hinaus wurde der Track "Hard Row To Hoe" als Titellied für Discovery Channels After The Catch, Nat-Geo Channel und viele andere veröffentlicht. Mit dem rauen ´twang´ seiner Dobro beschwört Dege die Geister der Vergangenheit und singt von seinen Erfahrungen im Süden der USA, wo er mit Sümpfen als Spielwiese aufwuchs. Seine Songs sind so bildlich, dass sie förmlich nach einer Verfilmung schreien. Man spürt den Staub der Landstraßen in seiner Kehle, man hört in seiner Dobro das Knistern einer Scheune, die bald einer Feuersbrunst zum Opfer fallen wird. Aber auch Elemente aus Southern Rock, Independent und Psychedelic fließen mit ein.
Brother Dege and The Brotherhood of Blues<br><small>Support: Bubba Ho-Tep</small>
Do 26
April 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
Die Krupps
V½ Tour 2017
+++ Neuer Termin: 26. April 2018! Zeiten bleiben gleich – Tickets behalten ihre Gültigkeit. +++ Wenn man über Industrial-Pioniere spricht, darf eine Band nicht fehlen: Die Krupps. Neben Kraftwerk und den Einstürzenden Neubauten ist die Band aus Düsseldorf seit den 80er-Jahren einer der international präsenten und relevanten Wegbereiter für den Sound, der hier wie bei niemand anderem die Werkzeug-Rhythmik und den Maschinenklang in einem Stahlwerk aufnahm. Nicht umsonst entlehnte der Gründer Jürgen Engler ihren Namen von der Essener Schwerindustriellen-Familie Krupp und nannte gleich die erste Platte „Stahlwerksinfonie“ - auch das letzte Album "StahlwerkRequiem" lehnt hier an. Bands wie Front 242, Nitzer Ebb (mit denen sie den Billboard-Hit "Machineries Of Joy" landeten) oder auch Rammstein zogen ihre Inspiration aus den krachigen Tracks der Wegbereiter der Electronic Body Music.Im Jahr 1991, nach einer musikalischen Wandlung, setzten die Krupps mit ihrem wegweisenden Album „I“, auf dem sich der an Lou Reeds melodiefreies Feedback-Album angelehnte Song „Metal Machine Music“ befand, klare Maßstäbe und – nicht nur in Deutschland – neue Standards in Sachen Elektronik mit harten Rockriffs. Der schwere Gitarrensound gepaart mit treibenden Sequenzern machte Die Krupps zum Inbegriff an Innovation: Gerade dieser Mix macht ihre Musik zeitlos und ist auch noch nach 20 Jahren ein Garant für volle Tanzflächen und energiegeladene Live Shows.Nach einer längeren Pause begann die Band ab 2005 infolge der starken Fan-Nachfrage wieder, weltweit Konzerte zu spielen, die sie bis nach Japan brachten. Ebenso wurde der gesamte Backkatolog international wiederveröffentlicht, und 2013 und 2015 mit „V – Metal Machine Music“ dann wieder komplette, neue Alben, bei denen sich Engler hauptsächlich für die musikalische Umsetzung verantwortlich zeichnet. Jetzt werden die Maschinen wieder geölt: Die Krupps arbeiten im Moment an einem neuen Album, das noch dieses Jahr erscheinen soll, und natürlich gehen die Krachmacher auch wieder auf Tour: Engler kommt mit seinen alten Mitstreitern Ralf Dörper (Synthesizer), Marcel Zürcher (Gitarre) und weiteren Tour-musikern auf unsere Bühnen, um Kunst, Arbeit, Lohn, Musik, Lärm, Schweiß und Tanz miteinander zu verbinden.
Die Krupps<br><small>V Tour 2017</small>
Sa 28
April 2018
20:00
Konzert
Kesselhaus
JAN PLEWKA SINGT RIO REISER
Es spielt: die schwarz-rote Heilsarmee
Sommer 1970: Rio Reiser singt „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ – die Geburtsstunde der Polit- und Kultrockband Ton Steine Scherben. Wie keine andere deutsche Band drücken die Scherben das Lebensgefühl ihrer Generation aus. Doch Rio Reiser ist auch ein charismatischer Einzelgänger. Als sich die Band 1985 trennt, beginnt Rio seine Solokarriere. Hinter dem Polit-Rocker kommt der romantische Träumer zum Vorschein, der in seinen Liedern der Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe Ausdruck gibt. Jan Plewka und die Schwarz-Rote Heilsarmee stellen diesen verletzlichen Rio ins Zentrum ihres Abends. Und wenn sie die Lieder des ehemaligen „Königs von Deutschland“ spielen wie etwa „Halt Dich an Deiner Liebe fest“, „Alles Lüge“, „Junimond“ oder „Für immer Dich“, dann geht das über ein bloßes Rockkonzert weit hinaus.  Denn Jan Plewka, der Frontmann von Selig, ist an diesem Abend Sänger, Musiker und Schauspieler zugleich. Er ist ganz dicht bei seinem Idol und bleibt doch immer er selbst. Und das Publikum ist fassungslos, begeistert, berührt. Es erliegt seiner Stimme und seinem Charme gleichermaßen. So ist „Jan Plewka singt Rio Reiser“ in Hamburg bereits Kult reinsten Wassers und die Vorstellungen in der Regel schon Wochen vorher ausverkauft. „Wer vor Glück heulen möchte“, schrieb zur Premiere das Hamburger Abendblatt, „muß sich diesen Abend anschauen.“ Fotos: Sven Sindt
JAN PLEWKA SINGT RIO REISER <br><small>Es spielt: die schwarz-rote Heilsarmee</small>