Fr 01
Dezember 2017
20:00
Konzert
Kesselhaus
Die Zöllner
Dirk & Das Glück - Zöllner trifft Karma
Jahresabschlusskonzert
Im April dieses Jahres treffe ich Werner Karma in einem Einkaufszentrum am S-Bahnhof Berlin Grünau. Er wirkt etwas müde und behauptet, dass er nicht mehr schreiben würde, seit der neuerlichen Trennung von Silly. Es will mir nicht aus dem Kopf gehen: eine enttäuschte Liebe hat den großen Rockpoeten zum Schweigen gebracht! Das geht mir irgendwie ans Herz und in den darauffolgenden Tagen reift in mir der Drang, ein spezielles Werner-Karma-Gedächtnisalbum aufzunehmen. Die etwa 20 Lieder, die er mir in den Jahren bescherte, auf einer CD! Im neuen Sound. Am besten mit den „Zöllner5“. Wir treten unter dieser Firmierung ohne Bläser auf und mein Sideman Marcus Gorstein, der sonst Keyboard spielt und singt, sitzt hier am Schlagzeug. Das wirkt leider immer ein wenig wie die Sparversion der großen Band, zumal wir auch fast dieselben Songs im Programm haben. Wir könnten in dieser Besetzung überhaupt ausschließlich Karmasongs spielen und hätten damit endlich das Alleinstellungsmerkmal! Im Juni offeriere ich Werner Karma die Idee persönlich. „Nee Dirki, der alte Scheiß - dit interessiert doch keene Sau!“ „Na, dann schreib mir doch neuen Scheiß!“ Sein Anruf erfolgt dann im Juli: „Dirki, ick hab da mal wat für dich vorbereitet.“ Wenig später sitze ich in Werners Arbeitswohnung und wühle in einer Kladde mit 14 neuen Texten. Jeder einzelne spricht mir aus der Seele. Was für ein Schatz! Schon auf dem Nachhauseweg beginne ich mit der Vertonung. Mein Freund André Drechsler schnappt sich auch einen Text. Den sonnigsten. Marcus Gorstein entscheidet sich für den dunkelsten. André Gensicke, unser Tastenfreak und musikalische Leiter, für den federleichten. An zwei, drei weiteren Songs arbeitet er während der Regentage unserer Ostseetour im August. Für alle anderen Texte habe ich die musikalischen Skizzen im Kopf. Bereits Anfang September mieten wir von unserem Lizenzvorschuss ein herrliches Studio in Schloss Röhrsdorf bei Dresden und bringen den Gedankensalat auf’s Band.  Das Ergebnis liegt nun für alle sicht - und hörbar vor: Die glasklare Poesie des Philosophen Werner Karma trifft auf die musikalische Verspieltheit der Zöllner. Eine Symbiose von Tiefgang und Leichtigkeit. Dirk & das Glück
Die Zllner<br><small>Dirk & Das Glck - Zllner trifft Karma<br>Jahresabschlusskonzert</small>
Fr 08
Dezember 2017
20:00
Konzert
Kesselhaus
Wenzel & Band
Heimweh nach dem Mond
Die Hand am Puls, den Finger in der Wunde, das Ohr am Atem der Welt – Wenzel & Band fahren auf ihren Reisen durch die Schönheiten und Häßlichkeiten, durch Städte und Landschaften mit voller Kraft, tanzend und singend und vermessen mit ihrer unvergleichlichen Art die Gründe sanften Widerstands. Mit den zärtlichen Gesten der Poesie und mit derben Possen und Rhythmen, die das Herz aufbrausen lassen und den Mut entfachen, kneifen sie nicht vor den Widersprüchen. Rum, Rauch und Sehnsucht haben ihre Spuren hinterlassen in der Stimme, die von so Vielem zu singen vermag. Ein Fest für all jene, denen Denken und Tanzen nicht zu anstrengend ist. Lieder aus gut vierzig Alben, Neues, Unbekanntes, Vergessenes finden in diesem Konzert zueinander. Ein Fest für das Leben inmitten der aus den Fugen geratenen Welt. Wenzel ist Autor, Komponist, Musiker, Sänger, Schauspieler und Regisseur. Tourneen führten ihn durch Frankreich, Österreich, Amerika, Nikaragua, Kuba, die Türkei, u.a.. Wenzel stand mit Arlo Guthrie, Randy Newman, Billy Bragg, Konstantin Wecker und vielen anderen Musikern auf der Bühne. Wenzel hat Ehrungen überstanden von der GOLDENEN AMIGA, dem Heinrich-Heine-Preis über den Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der deutschen Schallplattenkritik (acht Mal), sowie den Preis der Liederbestenliste. Wenzel bleibt sich treu und kümmert sich weder um Schubladen noch modische Attitüden. Sein Werk speist sich aus einer schier unerschöpflichen Quelle. Neue, unveröffentlichte Lieder und beinah in Vergessenheit geratene, frühe Lieder, finden in diesem besonderen Konzert zusammen. Erleben Sie das neue Programm „Heimweh nach dem Mond“ des poetischsten Musikers und Sängers des Landes mit seiner exzellenten Band! Besetzung: Wenzel: Gesang, Gitarre, Akkordeon, Piano Hannes Scheffler: Gitarren, Bass Thommy Krawallo: Gitarren, Bass Stefan Dohanetz: Drums, Perkussion Halleyn Ruiz Polo: Trompete
Wenzel & Band <br><small>Heimweh nach dem Mond</small>
Sa 09
Dezember 2017
20:00
Konzert
Kesselhaus
DAME
OUTOFTIMETOUR 2017
Die Erfolgsgeschichte des Salzburger Rappers DAME ist eine, die beeindruckender kaum sein könnte: Vom YouTube-Star etablierte sich der Sänger zum angesehenen und geschätzten Musiker, der mit seinen Alben stetig die Charts unsicher macht. Mit seinem letzten Longplayer „Straßenmusikant“ konnte DAME sogar zum zweiten Mal den Sonnenplatz in den österreichischen Album-Charts erobern; und auch in Deutschland glänzte er mit jenem Album und knackte mühelos die Top Ten. Einen weiteren Erfolg verzeichnete er mit der „Straßenmusikanten Tour“ Ende 2016: Über 15.000 Fans pilgerten zu den insgesamt 22, größtenteils ausverkauften und/oder in größere Locations verlegten Shows jenes Mannes, der am Anfang seiner Karriere mit „Pave Low“ den Zocker-Song schlechthin komponierte. Bislang wurde der Track auf dem weltführenden Video-Kanal über 28 Millionen Mal angeklickt – Tendenz weiterhin steigend. Dass jedoch nicht nur die „Call of Duty“-Gilde den Salzburger liebt, belegen nicht zuletzt auch die phänomenalen Klicks der anderen DAME-Videos, die sich allesamt jenseits der Millionen-Grenze erfreuen; und auch die Zahl der Abonnenten kann sich mit über 550.000 sehen lassen. Diese atemberaubende Entwicklung führt bei vielen Künstlern leider oftmals dazu, dass sie sich im Erfolg sonnen und den Bezug zur Realität mehr und mehr verlieren, bis sie dann – zumindest in den meisten Fällen – hart fallen und plötzlich mit den unangenehmen Tatsachen des Musikerschicksals konfrontiert werden. Dieser Umstand wird DAME wohl erspart bleiben, denn wenn man eines bei seinen Songs immer spürt, dann ist es eine gewisse Demut vor seinem alles andere als selbstverständlichen Erfolg. Auch DAME hat anfangs in Gassen und Straßen mit einer Akustikgitarre „bewaffnet“ sein Taschengeld mit ein paar Cents aufgewertet und dabei die klassische Schule eines Künstlers durchlebt. Dies hat ihn nicht nur geprägt, sondern auch zu dem gemacht, was er heute ist: Einer der momentan erfolgreichsten Musiker des Landes, der jedoch nie den Boden unter den Füßen verliert und der es als nicht selbstverständlich sieht, nun tatsächlich auf den Bühnen großer Hallen im In- und Ausland stehen und vor einer großen Fanbase seine Songs darbieten zu können. Und dieses Geschenk weiß DAME in jeder Sekunde auf der Bühne zu schätzen – und das spüren seine Anhänger. Wenn man also unbedingt nach einer „DAME-Erfolgsformel“ suchen will, dann sei es vermutlich genau jene. Für Dezember 2017 kündigt DAME nun die große „OUTOFTIME Tour“ an, um seine neuesten Werke bei insgesamt 10 ausgewählten Shows live zu präsentieren. Foto: Frank Wimmer (Berlin)
DAME<br><small>OUTOFTIMETOUR 2017</small>
Sa 09
Dezember 2017
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Die Klosterbrüder
die DDR-Kult-Rocker zurück in Berlin
Nachdem sich die 1963 gegründeten Big Town Boys aufgelöst hatten und in den Sputniks und den Die Klosterbrüder aufgegangen waren, entwickelten sich Die Klosterbrüder schnell zu einer der härtesten Rockbands der DDR. Musikalisch orientierte sich die Amateurband an Colosseum und Jethro Tull und erlangte vor allem wegen ihrer spektakulären Liveauftritte sehr bald große Beliebtheit. Erste Rundfunkaufnahmen schlossen sich 1970 an und mit ihren Titeln Fieber und Lied einer alten Stadt, das zum Rundfunkhit avancierte, schafften sie es sogar in das DDR-Fernsehen. Nachdem die Bandmitglieder ein Studium an der Musikhochschule in Weimar aufgenommen hatten, wechselte die Band Anfang der 1970er Jahre in das Profilager. Insbesondere wegen ihres kirchennahen Bandnamens und ihrer Bühnenshow gerieten sie immer wieder in das Visier der DDR-Behörden. Unter dem wachsenden Druck kam es im Sommer 1975 nach einer gemeinsamen Tour mit der Stern-Combo Meißen zu Spannungen innerhalb der Band woraufhin sie sich auflöste. 1992 startete die Band unter dem Namen Magdeburg ihr Comeback. Seit dem 14. Januar 2000, als die Band gemeinsam mit Reform und dem Rock’n’Roll Orchester Magdeburg im Magdeburger Hotel Maritim auftrat, ist sie unter ihrem alten Bandnamen, Klosterbrüder, erfolgreich in Ostdeutschland unterwegs. Besetzung: Dietrich Kessler (Gesang, Gitarre) Peter Eichstädt (Keyboard) Hans-Joachim Kneis (Gesang) Jörg Blankenburg (Gesang, Gitarre) Andreas Kuhnt (Bass) Bernd Schilanski (Schlagzeug)
Die Klosterbrder<br><small>die DDR-Kult-Rocker zurck in Berlin</small>
Do 28
Dezember 2017
20:00
Konzert
Kesselhaus
MOTÖRHEAD TRIBUTE CONCERT - THE KING OF KINGS
mit Kilmister & Nitrogods
"Rock'n'Roll ist definitiv nichts für alte Leute, das ist amtlich. Unser Geheimnis ist wohl, dass wir eigentlich immer noch Kinder sind." – Lemmy Kilmister  Am 28. Dezember 2015 ist Lemmy Kilmister, Frontmann der Heavy-Metal Band Motörhead, gestorben. Die hinterbliebenen Bandmitglieder fordern: "Spielt Motörhead laut, spielt Hawkwind laut, spielt Lemmys Musik LAUT. Hebt einen auf ihn, oder mehrere. Erzählt euch Geschichten. Feiert das Leben, wie es dieser liebenswerte, wundervolle Mann selbst so heftig gefeiert hat. Er hätte es genau so gewollt." Und das machen wir am 28.12 in der KulturBrauerei. Im Rahmen des MOTÖRHEAD TRIBUTE CONCERT – THE KING OF KINGS spielen live bei uns im Kesselhaus Kilmister und Nitrogods in Andenken an eine Rock-Legende. Gestandene Rockmusiker mit jahrzehntelanger nationaler und internationaler Erfahrung und einer großen Leidenschaft zu Motörhead – dafür stehen Kilmister. Die 2014 gegründete schweizerische Motörhead Tribute Band  legt die Latte des internationalen Standards in Sachen Tribute Bands um eine Stufe höher. Visuell und musikalisch liefert Kilmister eine Tribute Show wie sie nicht übertroffen werden kann: Walls of Marshalls, the Murder One und den legendären Carved Rickenbacker Bass, die Phil Campbell LAG und das große Schlagzeug oben auf dem Podest, dazu das Erscheinungsbild und die Reibeisen-Stimme von Thin Lem performen sie alle Klassiker des 40jährigen Lebenswerkes von Motörhead. „Attitude was one reason for the birth of this band. Another is pure lust in playing our music and pride for keeping things real.” – so beschreibt sich die 2011 gegründete Band Nitrogods selbst. Die deutsche Band macht ihr Motto zum Programm, überzeugt mit rauem, authentischen Rock’n Roll und konnte so auch Nazareth-Sänger Dan McCafferty und Ex-Motörhead-Gitarrist "Fast" Eddie Clarke als Gastmusiker für ihr erstes Studioalbum gewinnen. Ihrem unverkennbaren Stilmix aus hartem Rock, Psychobilly, Punk und Blues treu geblieben veröffentlichten sie 2014 ihr zweites Album „Rats&Rumours“. Vor und nach der Show sorgt DJ Falk 'n' Roll für die restliche Portion Rock'n'Roll. Wir sehen uns am 28.12 im Kesselhaus der Kulturbrauerei. Foto Lemmy Kilmister: Alejandro Páez/CC by 2.0  
<small>MOTRHEAD TRIBUTE CONCERT - THE KING OF KINGS <br>mit Kilmister & Nitrogods</small>
Fr 29
Dezember 2017
20:30
Konzert
Kesselhaus
17 Hippies
Hippie-Haus-Tanz 2017
Auch in 2017 wird es wieder eine Hippie-Haus-Tanz-Party im Kesselhaus geben. Dass aus dem anfänglich losen Gefüge eine feste Größe, ein Konzept, eine ganze musikalische Welt mit eigenem Sound entstehen würde.... Mitte der neunziger Jahre hätte das keiner vermutet – Techno war angesagt und Akustikinstrumenten haftete Vergangenheit einer analogen Welt an, die sich gerade wandelte. Das erste Album sollte damals – 1996 – noch auf einer Kassette herauskommen, doch die Jüngeren der Band setzten sich durch. Es wurde eine CD – mit einem einzigen Mikrofon aufgenommen! Die schnell wachsende Truppe scheute keine Auseinandersetzungen. Sie merkte, dass es in einer Band mit über zehn Leuten einfacher ist als zu dritt. Und sie hatte wegen ihrer anachronistischen Größe nie Probleme mit Geld ... weil es sowieso niemals genug für alle gab. Der ganze Mammon wurde in einen gemeinsamen Topf geworfen. Die Band realisierte sich damit, was unter normalen Business - Erwägungen zum Scheitern verurteilt gewesen wäre: die Fahrt zum Mond. Der Weg von damals zu heute lässt sich nicht googeln. Allein die 12 Bandmitglieder tragen in sich, was das Geheimrezept des kreativen Miteinanders ist. Sie wissen auch, dass nur die Summe aller den speziellen Soundausmacht, nicht die Bedeutung eines jeden Einzelnen. Es klingt der Zeitgeist einer Epoche an, aus dem prägend Vorheriges anmutet und unwirklich Zahlendefiniertes in die Zukunft weist: Hippies und siebzehn – 17 HIPPIES.
17 Hippies<small><br>Hippie-Haus-Tanz 2017</small>