Di 05
September 2017
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Lana Lux liest "Kukolka"
im Rahmen von Literatur LIVE
»Ein großes, ergreifendes Buch, bei dem ich mich so sehr nach einem Happy End gesehnt habe wie noch niemals zuvor.« Olga Grjasnowa Ukraine, 90er Jahre. Große Party der Freiheit. Manche tanzen und fressen oben auf dem Trümmerhaufen der Sowjetunion, andere versuchen noch, ihn zu erklimmen. Auch Samira. Mit sieben Jahren macht sie sich auf die Suche nach Freiheit und Wohlstand. Während teure Autos die Straßen schmücken, lebt Samira mit ein paar anderen Kids in einem Haus, wo es keinen Strom, kein warmes Wasser und kein Klo gibt. Aber es geht ihr bestens. Sie hat ein eigenes Sofa zum Schlafen und eine fast erwachsene Freundin, die ihr alles beibringt. Außerdem hat sie einen Job, und den macht sie gut: betteln. Niemand kann diesem schönen Kind widerstehen, auch Rocky nicht. Er nennt sie Kukolka, Püppchen. Wenn Kukolka ihn lange genug massiert, gibt er ihr sogar Schokolade. Alles scheint perfekt zu sein. Doch Samira hält an ihrem Traum von Deutschland fest. Und ihr Traum wird in Erfüllung gehen, komme, was wolle. Lana Lux hat einen gnadenlos realistischen Roman über Ausbeutung, Gewalt und Schikane geschrieben, über ein Leben am Rande der Gesellschaft, geführt von einer Heldin, die trotz allem schillernder nicht sein könnte. Lana Lux, geboren 1986 in Dnipropetrowsk/Ukraine, wanderte im Alter von zehn Jahren mit ihren Eltern als Kontingentflüchtling nach Deutschland aus. Sie machte Abitur und studierte zunächst Ernährungswissenschaften in Mönchengladbach. Später absolvierte sie eine Schauspielausbildung am Michael Tschechow Studio in Berlin. Seit 2010 lebt und arbeitet sie als Schauspielerin und Autorin in Berlin.
Lana Lux liest 'Kukolka'<br><small>im Rahmen von Literatur LIVE</small>
Fr 08
September 2017
21:00
Konzert
Kesselhaus
Sauti Sol
Germany Tour 2017 & Afterparty
Sauti Sol ist eine sehr populäre und mehrfach ausgezeichnete Band aus Kenia. Sie haben unter anderem den “East African Artists of the Year”, den “Best African Group” bei den “African Muzik Magazine Awards” so wie den “MTV EMA Award for Best African Act 2014” gewonnen. Außerdem wurden sie 2015 bei den BET Awards als “Best International Act: Africa” nominiert. Sauti Sol verbindet einzigartige gefühlvolle Stimmen mit Gesangsharmonien, Gitarrenriffen und Schlagzeugbeats, um einen energiegeladenen Rhythmus zu kreieren. Dadurch werden sie weltweit als Pioniere eines neuen dynamischen Afro-Pop Sounds gefeiert. Genau dieser neue Sound hat die Wiederauferstehung der ostafrikanischen Musik geebnet und eine neue junge Generation von Musikern inspiriert, die großen Bühnen Afrikas und der Welt zu erobern. Sauti Sol ist auch bekannt dafür Barack Obama, bei seinem letzten Staatsbesuch in Kenia, dazu gebracht zu haben gemeinsam mit ihnen auf der Bühne zu ihrem Hit “Sura Yako” zu tanzen. Weitere weltbekannte Hits sind u.a.  “Unconditionally Bae”, “Nishike”, “Kuliko Jana” und “Nerea”. Die Sauti Sol Tour wird von Bolingo präsentiert, mit dem Ziel talentierte Afrikanische Künstler im besten Licht zu zeigen. Lineup: Konzert: 20:00 - 23:00 UhrAfterparty: 23:00 - 4:00 Uhr (DJs: Cambel Nomi, Aisher Philly) Tickets im VVK: Standard: 25 Euro (zzgl. Gebühren)VIP: 39 Euro (zzgl. Gebühren)Meet&Greet: 99 Euro (zzgl. Gebühren)
Sauti Sol<br><small>Germany Tour 2017 & Afterparty</small>
Do 14
September 2017
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Ines Geipel liest "Tochter des Diktators"
Buchpremiere im Rahmen von Literatur LIVE
Sie sind jung und voller Ideale, aber die Zeiten gefährlich. Eine brisante Ménage à trois zwischen Revolution und Diktatur. Ivano Matteoli, Sohn eines KP-Funktionärs, verlässt Anfang der sechziger Jahre sein toskanisches Heimatdorf gen Leningrad. Dort lernt er Bea kennen – Beate Ulbricht, das »erste Staatskind der DDR« und Tochter von Walter Ulbricht. Dies ist der Beginn einer Amour fou zwischen Ost und West, einer Liebe im politischen Geflecht zwischen Paris, Leningrad, Rom, Ost- Berlin und dem erzkatholischen Cigoli. Die Erzählerin Anni kennt Ivano von Kindesbeinen an. Auf den Dächern der alten Häuser ihres toskanischen Heimatdorfes haben sie beide zusammen gesessen und den Männern beim Bocciaspielen zugesehen. Auch, als es sie wegen des Studiums in unterschiedliche Himmelsrichtungen verschlägt – sie nach Paris, ihn nach Leningrad –, verfolgt Anni aus der Distanz Ivanos Liebe zu der Deutschen Beate. Deren Eltern, Walter und Lotte Ulbricht, versuchen die Ehe der beiden zu verhindern. Das gelingt nicht, aber der Preis dafür ist hoch. Ines Geipel ist in ihrem ganz eigenen Ton ein raffinierter und kontrastreicher Roman darüber gelungen, wie das Autoritäre ins intimste Innere des Lebens eindringt. Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verssprache an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium aus Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. 2000 war sie Nebenklägerin im Prozess gegen die Drahtzieher des DDR-Zwangsdopings. Erschienen sind bisher u.a. die Bücher »Verlorene Spiele«, „Generation Mauer“, „Der Amok-Prozess“   Foto: Karen Weinert
Ines Geipel liest 'Tochter des Diktators'<br><small>Buchpremiere im Rahmen von Literatur LIVE</small>
Fr 15
September 2017
21:00
Konzert
Kesselhaus
Metal Hammer Awards 2017
mit In Extremo, Orden Organ und weiteren
IN EXTREMO, ORDEN ORGAN und ein weiterer Support Act lassen das Kesselhaus anlässlich der METAL HAMMER Awards 2017 erbeben. Am 15. September 2017 wird es düster im Berliner Kesselhaus. METAL HAMMER lädt zu den neunten METAL HAMMER AWARDS, rollt abermals den schwarzen Teppich aus und begrüßt nationale und internationale Schwergewichte der Szene zur härtesten Award-Verleihung und dem zugleich wichtigsten Musikpreis der Republik im Bereich Rock und Metal. Die Gästeliste der letzten Jahre lässt erahnen, in welch opulentem Ausmaß die Leidenschaft zur harten Musik bis in den frühen Morgen gefeiert wird: Keine Geringeren als Metallica, Slayer, Slipknot, Rammstein, Motörhead, Machine Head, Amon Amarth, Steel Panther und In Flames fanden sich bis dato persönlich im Kesselhaus ein, um gemeinsam mit den Fans drei Stunden hochkarätige Live-Musik zu genießen, die besten Musiker und Bands und Verdientesten der vergangenen zwölf Monate zu ehren und Preise in insgesamt 12 Kategorien entgegenzunehmen – darunter "Best International Band", "Best Album", oder "Legend". Es ist uns eine besondere Ehre, die Berliner Spielleute IN EXTREMO als Headliner der METAL HAMMER AWARDS 2017 zu bestätigen. Normalerweise sind die Gewinner des "Best Album"-Awards von 2014 in deutlich größeren Hallen zu bestaunen: Unbändige Leidenschaft, eine über zwanzigjährige Karriere mit stetiger Weiterentwicklung, ohne dabei Fans oder Wurzeln zu verraten, sowie Erfolgsalben wie SÄNGERKRIEG und zuletzt QUID PRO QUO lassen keine Fragen offen und garantieren einen wunderbar exzessiven Abend in intimem Rahmen. Zusammen mit den Power-Folk-Metallern ORDEN OGAN und einem weiteren Support-Act verspricht das Booking eine energiegeladene und runde Live-Packung rund um die Award-Verleihung, die das Kesselhaus zum Hexenkessel machen wird. IN EXTREMO Sie haben nicht nur den Dudelsack im Metal salonfähig gemacht, sondern sind auch einer der erfolgreichsten deutschen Exportschlager der härteren Musik. Mittelalterliche Hymnen wie ‘Vollmond’ oder ‘Spielmannsfluch’ dürfen hierzulande bei keiner metallischen Früherziehung fehlen und gehören zum Grundrepertoire beim gemeinsamen Singen auf Festivals oder am Lagerfeuer. Doch In Extremo haben sich in ihrer über zwanzigjährigen Karriere musikalisch stetig weiterentwickelt und konnten mit modern klingenden, aber auf traditionelle Instrumente gebauten Alben wie SÄNGERKRIEG oder zuletzt QUID PRO QUO die Spitze der deutschen Albumcharts erklimmen, ohne sich, ihre Leidenschaft und ihre treuesten Fans zu verraten. In ihrer Heimat Berlin bespielen sie im Normalfall größere Hallen; im September geben sich die Spielleute jedoch in kleinerem Rahmen die Ehre und headlinen die METAL HAMMER AWARDS im Kesselhaus mit ihrer energetischen Live-Show, die gleichermaßen zum Tanzen, Headbangen und Pogen anregt. ORDEN ORGAN Orden Ogan gelingt es wie kaum einer anderen deutschen Power Metal-Band, sofort ins Ohr gehende, einprägsame Hymnen zu schreiben. Erste Lebenszeichen der Gruppe datieren auf die späten Neunziger Jahre – seit damals arbeiten sich Sebastian "Seeb" Levermann und seine Mannen stetig nach oben und machen sich nicht nur mit ihren epischen Veröffentlichungen einen Namen, sondern auch als durchschlagender Festival-Act sowie als Anheizer im Vorprogramm von Grave Digger, Hammerfall oder Powerwolf. Im September schwingen sie die „Fist Of Fate“ bei den METAL HAMMER AWARDS im Berliner Kesselhaus.  
Metal Hammer Awards 2017<small><br>mit In Extremo, Orden Organ und weiteren</small>
Di 19
September 2017
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Gina Pietsch liest "Mein Dörfchen Welt"
im Rahmen von Literatur LIVE
Gina Pietsch, die große Brecht-Interpretin, ihre Lehrer waren Gisela May und Ekkehard Schall, präsentiert ihre Erinnerungen Mit ihrer großen schönen Stimme, die ihrem Publikum Lieder von Mikis Theodorakis bis Victor Jara näher bringt, begeistert sie seit Jahrzehnten ihre Zuhörer. Dabei ist nicht nur ihr Repertoire international und an den sozialen Kämpfen ausgerichtet. Pietsch selbst traf Musiker von Kuba bis Vietnam, arbeitete mit namhaften Künstlern zusammen und engagiert sich nach wie vor für eine gerechtere Welt. Ein Glück, dass die umtriebige Sängerin nun ihre Erinnerungen aufgeschrieben hat. In dem entstandenen Buch reflektiert sie ihr künstlerisches Schaffen in zwei Gesellschaftssystemen, schreibt über die großen Hoffnungen und Träume aus der Zeit des Oktoberklubs und der Gruppe Jahrgang 45 und spart Freund- wie Liebschaften, etwa zu Ekkehard Schall, nicht aus. Ihre Biografie ist so aufwühlend wie es ihre Liederabende sind: herzzerreißend schön und kämpferisch-mutig. Gina Pietsch, geboren 1946, ist Sängerin, Schauspielerin und Dozentin. Ihre Lehrer waren Gisela May und Ekkehard Schall. Sie wurde vor allem als Brecht-Interpretin bekannt, spielte und inszenierte in Berlin, Halle, Hof, Celle, Fürth und Cottbus; seit 1992 lehrt sie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« und der Filmuniversität »Konrad Wolf«. 1998 erhielt sie den Bayerischen Theaterpreis.
Gina Pietsch liest 'Mein Drfchen Welt'<br><small>im Rahmen von Literatur LIVE</small>
Do 28
September 2017
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Jana Hensel liest "Keinland"
Buchpremiere im Rahmen von Literatur LIVE
Jana Hensel („Zonenkinder“) mit ihrem literarischen Debüt »Keinland«, ein Liebesroman, aber auch ein Roman über Schuld, Erinnerung, Herkunft und Grenzen. Eigentlich hatte Nadja nur ein Interview mit Martin Stern führen wollen, aber von der ersten Sekunde an ist da eine schwer erklärbare Nähe – und eine Fremdheit, die sich auch dann nicht auflöst, als die beiden sich näherkommen. Woher rührt diese Nähe? Und warum ist diese Fremdheit nur so schwer zu überwinden? Nadja sagt ja zu dieser Liebe, an die Martin nicht recht glauben kann. Martin, der als Jude in Frankfurt am Main aufgewachsen ist, Deutschland aber nach der Wiedervereinigung verlassen hat und nach Tel Aviv gezogen ist. Zu vieles liegt zwischen den beiden: biographische Erfahrungen, geographische Entfernung und eine Vergangenheit, die nicht nur mit den eigenen Lebensläufen zu tun hat. Das falsche Land, das richtige, das neue, das heilige – Jana Hensel lotet in kunstvollen Zeitsprüngen und Erinnerungen an Tage in Berlin und Nächte in Tel Aviv, an tiefe Innigkeit und immer wieder scheiternde Gespräche die Grenzen zwischen zwei Liebenden aus. Dabei umkreist sie mit großer sprachlicher Kraft und Intensität unsere Auffassung von Heimat, Geschichte und Schicksal und stellt mit ihren Charakteren die Frage, wie weit die Vergangenheit unser Leben bestimmt. Jana Hensel, geb. 1976 in Leipzig, Studium der Romanistik und der Neueren Deutschen Literatur in Leipzig, Aix-en-Provence, Berlin und Paris. Als Studentin gab sie die Literaturzeitschrift Edit und gemeinsam mit Thomas Hettche die Internetanthologie »Null« heraus. Ihr Buch »Zonenkinder« über die Erfahrungen ihrer Generation vor und nach dem Mauerfall war ein Bestseller. Seither arbeitet sie als Journalistin, u. a. als stellvertretende Chefredakteurin des Freitag. 2010 gewann sie den Theodor-Wolff-Preis. »Keinland« ist ihr literarisches Debüt.
Jana Hensel liest 'Keinland'<br><small>Buchpremiere im Rahmen von Literatur LIVE</small>