Do 23
November 2017
21:00
Konzert
Kesselhaus
BICEP (ausverkauft) Bicep (Matt McBriar und Andy Ferguson), das aus Belfast stammende und in London lebende Duo, freut sich, sein selbstbenanntes Debütalbum ankündigen zu dürfen! Eine Platte, die wahrhaftig ihre Geschichte sowie ihre Liebe zu Musik und Clubkultur seit ihrem ersten Release im Jahr 2010 einfängt. Am 1. September 2017 erscheint „Bicep“ via Ninja Tune. Ihr Album „Bicep“ ist die perfekte Zusammenfassung der bisherigen Karriere des Duos – es ist eine klangliche Reise durch ihre Geschichte, die deutlich Eckpunkte der Untergrund-Clubkultur referenziert. Matt und Andy haben eine einmalige elektronische Platte produziert, die einerseits auf klassischem House, Techno, Elektro und Italo-Disco fußt, andererseits aber den typischen Bicep-Sound in sich trägt. Entstanden ist ein prägnantes Album: frei, rau und dynamisch genug für den Dancefloor, gleichwohl raffiniert, kunstvoll komponiert und besinnlich genug, um es auch Zuhause zu hören. Seit 2016 haben Andy und Matt an ihrer Liveshow gearbeitet, die keine Wiederholung ihrer vielgeliebten DJ-Sets sein sollte. Stattdessen wollten sie einen Kontrast schaffen, der nicht nur die Breite und Tiefe der Bicep-Diskographie hervorheben, sondern auch ihre Fähigkeiten als Produzenten in den Vordergrund stellen sollte, ohne ihre Kompetenzen als blendende Selektoren außer Acht zu lassen. Dieses Jahr eroberten sie die Herzen der Zuschauer von Coachella und Primavera im Sturm und haben ihre letzte Show im Londoner Village Underground binnen dreier Minuten restlos ausverkauft. Nach Veröffentlichung ihres Albums am 01.09.2017 geht es für die beiden auf eine ausgedehnte Headliner-Welttournee, samt Tourstopps im brandneuen Münchner Blitz am 20.09.2017, im Berliner Kesselhaus am 23.11.2017, sowie schon vorher am Samstag, den 15. Juli auf dem Melt! Festival auf der Big Wheel Stage – mit ihrer eben erwähnten Liveshow! Support: Hammer
BICEP (ausverkauft)
Mo 27
November 2017
20:00
Lesung
Maschinenhaus
Mariana Leky liest
"Was man von hier aus sehen kann"
im Rahmen von Literatur LIVE
Moderation: Thomas Böhm (radio eins) "Eines der beglückendsten Bücher des Jahres" (Stern) "Dieser Roman ist so unterhaltsam und märchenhaft und von einer so großen Weisheit und Tiefe, dass ich unbedingt damit zu tun haben wollte." Sandra Hüller Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman. "Was man von hier aus sehen kann" ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Wie Innigkeit gelingen kann zwischen den Menschen - gegen viele Widerstände, Zeitverschiebungen und Unwägbarkeiten -, zeigt dieses ebenso kluge wie zartfühlende Buch. Mariana Leky ist eine Meisterin der genauen Beobachtung und des lakonischen Tons. Mit diesem Roman beweist sie erneut, dass sie zu den unverwechselbaren Stimmen der deutschen Literatur gehört. Mariana Leky studierte nach einer Buchhandelslehre Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Bei DuMont erschienen der Erzählband "Liebesperlen" (2001), die Romane "Erste Hilfe" (2004) und "Die Herrenausstatterin" (2010) sowie "Bis der Arzt kommt. Geschichten aus der Sprechstunde" (2013). "Was man von hier aus sehen kann" erscheint zeitgleich als Hörbuch bei Roof Music, gelesen von Sandra Hüller. Foto: Franziska Hauser
Mariana Leky liest<br><small><small>'Was man von hier aus sehen kann'<br>im Rahmen von Literatur LIVE</small>
Mi 29
November 2017
20:00
Konzert
Kesselhaus
Carl Carlton
From Tobacco Road To Graceland
Die "Songs & Stories" Tour geht endlich in die zweite Runde. Die Idee war ungewöhnlich, die Umsetzung brillant. Storytelling mit musikalischen Mitteln. Anekdoten mit ruppigen Riffs, mal subtile, mal nachdenkliche Geschichten aus der Rock-Geschichte, erzählt und gespielt von Carl Carlton und seiner 1A-Band. Nach der von Kritikern und Publikum hochgelobten Konzertreihe „Woodstock & Wonderland“ im letzten Jahr setzt der gebürtige Ostfriese seine „Songs & Stories“-Tour fort. Und was er dort begonnen hat, Talk’n’Roll, jene Mischung aus Anekdoten und Erinnerungen, geht nun in die zweite Runde. Als „Reiseleiter“ rockt der deutsche Musiker, Gitarrist und Produzent mit internationaler Agenda die Gemeinde. Ausgangspunkt dieses Trips ist die oft besungene „Tobacco Road“, eigentlich Marvin's Alley, im Arbeiter- und Elendsviertel in East Durham, North Carolina. Die hatte zumindest John D.Loudermilk vor Augen, als er diesen Klassiker 1959 schrieb und veröffentlichte. Die Tobacco Road führte, wie wir inzwischen wissen, nach Memphis, wo ein gewisser Elvis Aaron Presley schwarze Blues-Dramatik mit weißem Hillbilly-Sentiment vereinte und etwas schuf, was als Rock’n’Roll die Welt nachhaltig verändern sollte. Auf dem Weg nach Graceland, Elvis’ legendärem Wohnsitz, macht Carl-Carlton-Station an den Eckpunkten der Rockgeschichte. Anhand von Songs und Stories kann der Zuhörer die Entwicklung von Blues und Jazz mit verfolgen, die sorglose Fröhlichkeit des Calypsos erleben oder der Entstehung des Reggaes beiwohnen. Wie ein Rock-Archäologe legt Carlton die afrikanischen Wurzeln der modernen Popmusik frei und macht dank einer klugen Song-Auswahl mit Eigenmaterial und Klassikern die Geschichte von der Tobacco Road bis Graceland hörbar. Mit bestuhlter Beschaulichkeit hat das allerdings nichts zu tun. Klar, leise Töne, folkhafte Einfachheit, Lagerfeuer-Stimmung vor allem bei den geilen Geschichten, die Carlton von seinen Begegnungen mit den Größen der Rockwelt zu erzählen weiß, aber auch ordentlich Dampf und Druck. Dafür sorgen seine drei über jeden Zweifel erhabenen Mitspieler: Drummer Zachary Alford, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Springsteen, David Bowie, B52s oder George Clinton. Bass-Gott Wyzard, bürgerlich Jerry Seay, Mitbegründer der legendären Funk-Rock-Band Mothers Finest und Begleiter von Stevie Nicks, Jackie Wilson und Santana. Last but not least steht Pascal Kravetz auf der Besetzungsliste, Keyboarder extraordinaire, Musiker für Peter Maffay, Udo Lindenberg, Robert Palmer, Bruce Springsteen, Jimmy Barnes und Carls langjähriger Freund.
Carl Carlton <br><small>From Tobacco Road To Graceland</small>
Do 30
November 2017
20:00
Konzert
Maschinenhaus
Canzoniere Grecanico Salentino
"Canzoniere"
Für viele Menschen von heute ist Popmusik weit mehr als bloß ein Zeitvertreib, mehr als nur Unterhaltung. Sie ist der Soundtrack, der sie durch sämtliche Höhen und Tiefen ihres Lebens begleitet. Liebe und deren Verlust, Alltagserlebnisse und außergewöhnliche Erfahrungen, Freude und Trauer, Leben und Tod - gute Popsongs decken all das ab, docken emotional direkt beim Zuhörer an. Die besten machen das mit solch fesselnden, solch unvergesslichen Melodien, dass dafür der Begriff "Ohrwurm" geprägt wurde. Er bezeichnet bekanntlich Musik, die man einfach nicht aus dem Kopf bekommt - und das auch gar nicht will. In diesem Sinne ist die jüngste Albumveröffentlichung von Canzoniere Grecanico Salentino (CGS) voll von Ohrwürmern. Insgesamt elf Neukompositionen und ein Traditional ("Pizzica De Sira") verknüpfen hier den unverwechselbaren Stil der italienischen Folklore-Formation überaus attraktiv mit aktueller Popmusik. Das Coverbild, das eine mit Tomatensauce gefüllte Coca-Cola-Flasche darstellt, liefert die passende visuelle Metapher für diese Kombination. Auf "Canzoniere" (zu Deutsch "Liederbuch") bleiben CGS dem Pizzica-Stil der Heimatregion Apulien treu, dennoch schlagen sie definitiv ein neues Kapitel ihrer Bandgeschichte auf. Den ureigenen Sound verschmelzen sie diesmal mit clubtauglichen Tanzrhythmen, besoulten Balladen, hymnischen Poprefrains und sogar Rap-Passagen ("Intra La Danza"). Es erklingt eine spannende Fusion verschiedenster Musikrichtungen und Einflüsse, in der CGS jedoch nie ihre Wurzeln aus den Augen bzw. Ohren verlieren oder sie gar verraten. Nein, trotz aller Neuerungen bleibt das Resultat fest mit der Musiktradition von der Halbinsel Salento im Südosten Italiens verbunden. Diese spektakulär schöne Gegend, von der aus Griechenland und Nordafrika nicht fern sind, entwickelte über die Jahrhunderte eine multiethnische Kultur ganz eigener Prägung. Diese führen Canzoniere Grecanico Salentino hier mit zeitgemäßen Klangmitteln fort. "Canzoniere" ist die Frucht der Zusammenarbeit zwischen CGS und amerikanischen bzw. europäischen Songautoren und Musikern. Ende 2015 traf sich Bandleader Mauro Durante in New York mit Größen der angloamerikanischen Popszene. Es kam zu Songwriting-Sessions mit Michael Leonhart (Bruno Mars, Steely Dan, James Brown), Rasmus Bille Bahncke (CeCe Winans, Sting, Backstreet Boys), Scott Jacoby (Coldplay, John Legend, Vampire Weekend), Steve Skinner (Diana Ross, Céline Dion) und Joe Mardin (Aretha Franklin, Whitney Houston, George Benson). Mardin, Sohn des legendären Arif Mardin, der als Hausproduzent und Vize-Präsident von Atlantic Records in die Musikhistorie einging, übernahm darüber hinaus den Produzentenposten. Fürs Mastering zeichnet Joe La Porta verantwortlich, er wurde für David Bowies Abschiedsalbum "Blackstar" mit einem Grammy geehrt. Die Songwriting-Sessions bezeichnet Mauro Durante als "herausfordernd und unglaublich aufregend". Manchmal begann das Schreiben neuer Songs mit einer Grundidee, die er über den Großen Teich nach New York mitgebracht hatte ("Ientu", "Intra La Danza"), manchmal fing man komplett bei Null an ("La Ballata Degli Specchi"). Mal ließen sich die beteiligten Verfasser von irgendeinem Rhythmus inspirieren ("Con Le Mani", "Moi"), mal wurde der Kreativprozess von einer gesprochenen Wortschleife in Gang gesetzt ("Quannu Te Visciu"). "Subbra Sutta" schrieb Durante mit Joe Mardin und dem anglo-französischen Musiker Piers Faccini, der 2013 schon am CGS-Album "Pizzica Indiavolata" mitgewirkt hatte. Der studierte Geiger Mauro Durante, Perkussionist Giancarlo Paglialunga, Sängerin Alessia Tondo, Sängerin/Tänzerin Silvia Perrone, Emanuele Licci an der Bouzouki und Gitarre, Multi- Instrumentalist Giulio Bianco und Massimo Morabito am diatonischen Akkordeon tragen all das ungemein lebhaft und dynamisch vor. Gäste wie Piers Faccini, Cellist Marco Decimo und der UK-Gitarrist Justin Adams (Mitglied von Robert Plants Sensational Space Shifters) heizen die Stimmung noch zusätzlich an. Canzoniere Grecanico Salentino wurde 1975 gegründet, mittlerweile zählt das Septett aus der 93.000-Einwohner-Stadt Lecce zu Italiens ältesten traditionellen Musikensembles. Schon zu Beginn ihrer Laufbahn konservierten CGS die Folklore ihrer Heimat, bereiteten deren Erbe für Hörer unserer Tage auf. 2007 übergab Mitbegründer Daniele Durante die Führung dann an seinen Sohn Mauro, der die Vermittlung von Tradition und Moderne konsequent fortsetzte. Auf "Canzoniere" gelingt ihm und seinen Mitstreitern die Synthese von Volksmusik aus Apulien und internationalen Popsounds der Gegenwart derart mitreißend, dass sich die Fangemeinde von Canzoniere Grecanico Salentino schon bald weltweit um viele neue Fans vergrößern dürfte.  Foto: Vincenzo de Pinto
<small>Canzoniere Grecanico Salentino<br><small>'Canzoniere'</small>