Sa 21
März 2015
21:00
Konzert
Kesselhaus
JAN PLEWKA SINGT RIO REISER
Es spielt: die schwarz-rote Heilsarmee
* Konzert inklusive Aftershowparty * Sommer 1970: Rio Reiser singt „Macht kaputt, was Euch kaputt macht“ – die Geburtsstunde der Polit- und Kultrockband Ton Steine Scherben. Wie keine andere deutsche Band drücken die Scherben das Lebensgefühl ihrer Generation aus. Doch Rio Reiser ist auch ein charismatischer Einzelgänger. Als sich die Band 1985 trennt, beginnt Rio seine Solokarriere. Hinter dem Polit-Rocker kommt der romantische Träumer zum Vorschein, der in seinen Liedern der Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe Ausdruck gibt. Jan Plewka und die Schwarz-Rote Heilsarmee stellen diesen verletzlichen Rio ins Zentrum ihres Abends. Und wenn sie die Lieder des ehemaligen „Königs von Deutschland“ spielen wie etwa „Halt Dich an Deiner Liebe fest“, „Alles Lüge“, „Junimond“ oder „Für immer Dich“, dann geht das über ein bloßes Rockkonzert weit hinaus.  Denn Jan Plewka, der Frontmann von Selig, ist an diesem Abend Sänger, Musiker und Schauspieler zugleich. Er ist ganz dicht bei seinem Idol und bleibt doch immer er selbst. Und das Publikum ist fassungslos, begeistert, berührt. Es erliegt seiner Stimme und seinem Charme gleichermaßen. So ist „Jan Plewka singt Rio Reiser“ in Hamburg bereits Kult reinsten Wassers und die Vorstellungen in der Regel schon Wochen vorher ausverkauft. „Wer vor Glück heulen möchte“, schrieb zur Premiere das Hamburger Abendblatt, „muß sich diesen Abend anschauen.“
JAN PLEWKA SINGT RIO REISER<br><small>Es spielt: die schwarz-rote Heilsarmee</small>
Di 24
März 2015
20:00
Konzert
Kesselhaus
JJ Grey & Mofro
Special Guest: Marc Broussard
Auch wenn der in Jacksonville, an der Ostküste Floridas, geborene John Grey Higginbotham alias JJ Grey nicht nur den Blues als seine Passion bezeichnet, so gehört er doch zu den würdigen Nachfolgern des Mannes aus Memphis. Mit seiner grandios eingespielten Begleitband Mofro zählt der 47-Jährige zu den großen Geheimtipps einer Szene, die sich durch die Mischung verschiedener Stile auszeichnet und vielleicht gerade durch diesen berühmten Blick über den Tellerrand so viel Zuspruch findet. Nach fast zwei Jahren Pause kommt der Amerikaner mit der prägnanten Stimme endlich wieder nach Deutschland. Nach insgesamt sechs Studiowerken und einem Live-Album, das 2011 die ganze Erfahrung der Band widerspiegelt, erntet Grey endlich die Früchte seiner langen Arbeit. Tausende Kilometer auf den Highways Nordamerikas, unzählige Gigs auch in den kleinen Clubs Europas und der Glaube an die Musik haben dem Songwriter auch andere Türen geöffnet. Seit fast 15 Jahren versucht JJ nun, seine Vision von ehrlicher, handgemachter Südstaaten-Musik umzusetzen, mittlerweile scheint er die Konstellation seiner Träume gefunden zu haben: Mit Art Edmaiston am Saxophon, Dennis Marion an der Trompete, Anthony Farrell an den Keyboards und am Piano, Bassist Todd Smallie, Drummer Anthony Cole, Gitarrist Andrew Trube und dem langjährigen Produzenten und Mentor Dan Prothero hat sich ein Dream Team etabliert, das sich sowohl um Studio als auch auf der Bühne blind versteht. Wer JJ Grey & Mofro einmal live erlebt hat, weiß, dass die Grenzen zwischen Tanzen und Tränen durchaus fließend sein können.
JJ Grey & Mofro <small><br>Special Guest: Marc Broussard</small>
Do 26
März 2015
20:00
Konzert
Kesselhaus
Nneka Nneka ist zurück mit einem neuen Album. Die begnadete Soulstimme kommt mit ihrer wunderbar ausbalancierten Mischung aus HipHop-Beats, Reggae-Grooves, Bläsersätzen und afrikanischem Pop wieder auf unsere Bühnen, um alle tanzen zu lassen und dabei die Verhältnisse zu ändern. Denn natürlich steht sie immer noch auf der Seite der Unterdrückten, der ungerecht Behandelten, der Armen und Hungrigen. Wenn aus Nneka keine Musikerin geworden wäre, heute wäre sie Aktivistin. So ist sie eben beides. Ihr Plan für 2015? Nichts Geringeres als 20 Jahre nach dem Mord an Ken Saro-Wiwa, dem nigerianischen Bürgerrechtler, der nach einem inszenierten Schauprozess hingerichtet wurde, die Firma Shell in die Knie zu zwingen. Denn die waren mit verantwortlich für all die Untaten, für die Umwetzerstörungen im Niger-Delta, für den Mord. So ist Nneka, die selbst in Nigeria geboren wurde und seit ihrem 18. Lebensjahr in Hamburg lebt. Wenn sie denn mal daheim ist, zwischen all ihren Reisen und Touren. In den 90ern entdeckte sie wie so viele andere HipHop – insbesondere Mos Def, Talib Kweli und The Fugees – als musikalische Ausdrucksform ihrer Generation und begann, ihren kreativen Instinkten zu folgen und innovative Sounds zu erforschen, von Afro-Beat über Fela Kuti bis hin zu Nina Simone. Nnekas eigenwillige Persönlichkeit ist offensichtlich. Sie schreibt Stücke, die rau und unverwechselbar sind und dennoch so klingen, als hätte es sie irgendwie schon immer gegeben. Nneka verbindet Soul, Groove, Herz und Stil, und sie hat etwas zu sagen und herauszuschreien. Das macht sie charmant, musikalisch und auf eine unnachahmliche Weise, die ihr die Herzen und die Sympathien zufliegen lässt – was sie gerne für ihre Anliegen nutzt. Schließlich ist sie auch – schon vergessen? – Aktivistin. Im Frühjahr geht sie mit ihren neuen Songs auf Tour, damit die Welt sie hört.
Nneka